Radfahren im Winter: So kommen Sie auch in der kalten Jahreszeit sicher ans Ziel!

Die Wintermonate sind nicht gerade eine beliebte Zeit bei Radfahrern. Eisiger Wind, Dunkelheit und Schnee sorgen dafür, dass der Drahtesel die Garage oder den Keller meist für mehrere Monate nicht verlässt. Doch weil die meisten so denken, fährt es sich im Winter so ungestört, wie zu keiner anderen Jahreszeit. Die Radwege sind komplett leer und man radelt durch oftmals unberührte Winterlandschaften. Während die Kollegen mit dem Auto im Stau feststecken und die Züge oder Straßenbahnen nicht mehr pünktlich nach Plan abfahren, kann man mit dem Fahrrad dem Schneechaos trotzen. Selbstverständlich hält Fahrradfahren auch im Winter fit und sorgt dafür, dass man auch ohne Kaffee wach im Büro ankommt. Dafür gibt es allerdings einige Tipps und Tricks die man beachten sollte, um sich auf die Anforderungen der kalten Jahreszeit besonders gut vorzubereiten.

fahrrad winterFoto: © Lima Pix

Essentiell ist natürlich, dass die Lichter am Fahrrad einwandfrei funktionieren, denn gerade wenn die Tage dunkel und kurz sind, ist es enorm wichtig zu sehen und gesehen zu werden. Um seine eigene Sichtbarkeit zu steigern sind auch Reflektoren an den Radspeichen, eine reflektierende Oberbekleidung oder gar eine Warnweste sinnvoll.

Speziell an Brücken und in der Nähe von Gewässern ist Eisglätte häufig ein Problem, sodass das Tragen eines Helmes ratsam ist. Speziell für das Fahrradfahren im Winter gibt es im Fachhandel auch warme Mützen, die unter den Fahrradhelm passen. Des Weiteren zählen Sportbrillen zum empfohlenen Equipment, denn diese schützen vor dem schneidenden Fahrtwind und sorgen dafür, dass die Augen beim Fahren nicht austrocknen.

Besonders fahrradfreundliche Städte wie Amsterdam, Kopenhagen oder das nordfinnische Oulu bieten auch bei starken Schneefall eine hervorragende Infrastruktur für Radler, indem die Radwege beispielsweise genauso geräumt und mit Salz bestreut werden, wie Straßen für Autofahrer.

Ein Trick, um glatte Passagen sicher überqueren zu können, ist den Reifendruck etwas zu reduzieren. Denn das sorgt vor allem auf Schnee für eine verbesserte Traktion. Genauso wie für das Auto gibt es auch für Fahrräder eine Winterbereifung: Breitere Reifen, ein gröberes Profil oder sogar Spikes ermöglichen auch auf rutschigem Untergrund ein kontinuierliches Vorankommen.

Eine ebenfalls wesentliche Rolle spielt die passende Kleidung. Gut beraten ist man mit dem sogenannten Zwiebelsystem, bei dem man mehrere Schichten Kleidung übereinander trägt. Die unterste Schicht sollte eine Funktionsshirt sein, dass gleichzeitig wärmt und Feuchtigkeit nach außen abgibt. Darüber ist eine wasser- und windabweisende Jacke sinnvoll, sodass der Körper beim Fahren nicht auskühlt. Auch Handschuhe sollten auf keinen Fall fehlen. Fäustlinge sind allerdings eher hinderlich, da sie die Bedienung der Bremsen und der Gangschaltung behindern.

Genauso wie Autos brauchen auch Fahrräder spezielle Pflege im Winter: Vor allem die Kette leidet unter Schmutz und Nässe und sollte daher häufig gereinigt und eingeölt werden. Ein Geheimtipp unter Profis ist, das Rad im Winter mit einem feinen Zerstäuber komplett mit Frostschutzmittel einzusprühen.

Wer das Fahrradfahren im Winter nicht aufgeben will und die oben genannten Tipps befolgt, kommt auch in den kalten Monaten sicher ans Ziel.

 

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