Mountainbiken in und rum um Windischgarsten

Insgesamt 500 Kilometer beschilderter Mountainbikewege hat der Nationalpark Kalkalpen zu bieten. Die Touren sind teilweise anspruchsvoll, aber auch für Ungeübte oder Biker mit weniger Kondition hat die Region einiges zu bieten. Ich war kürzlich in der Region rund um Windischgarsten unterwegs und möchte euch drei Mountainbiketouren verschiedener Schwierigkeitsgrade vorstellen. Bei allen dreien gilt es, die Augen nicht nur auf die Pedale oder den Tacho zu richten, sondern vor allem die herrliche Landschaft und die prächtige Aussicht auf die Bergwelt im Nationalpark Kalkalpen zu richten. Zu guter Letzt gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten, sich für die gefahrenen Höhenmeter bei einem Zwischenstopp auf den Almhütten mit einer Bretteljause oder einem Glas Most zu belohnen.

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Eine Tour für Einsteiger: Die Oberwenger Panoramarunde

Die 16,6 Kilometer lange Strecke ist abwechslungsreich und bietet ein absolut lohnenswertes Panorama. Beim prächtigen Rundblick hat man den Großen und Kleinen Pyhrgas, den Bosruck oder die Warscheneckgruppe vor der Nase. Mit 780 Höhenmetern ist die Tour kein Spaziergang, aber spätestens beim Abstecher (zu Fuß) auf die Gowilalm hat sich der Aufwand längst gelohnt. Gehzeit: 45 Minuten.

Ausgangspunkt der Mountainbikestrecke ist das Tourismusbüro in Spital am Pyhrn. Von dort aus geht es entlang der B138 auf einem markierten Radweg weiter. Nach der Abzweigung auf den Güterweg Oberweng geht es auf einer asphaltierten, gleichmäßig ansteigenden Straße an der Gatterburg vorbei bis zum Zickgut. Nach etwa 5,4 Kilometer hat man den ehem. Gasthof Großhütte erreicht. Hier lohnt es sich einen ersten Zwischenstopp zu machen und den imposanten Ausblick auf das Windischgarstener Tal zu genießen. Anschließend geht’s auf eine Schotterstraße, weiterhin leicht ansteigend. Vorbei an der Sonnleitner Schottergrube, erreicht man den Scheitelpunkt bei 1.160 Meter Seehöhe mit Rundblick auf die beeindruckende Bergwelt des Nationalparks. Von dort an geht es auf einer Forststraße bergab zur Holzeralm. Der Weg zurück nach Spital führt an der Flinderlmühle vorbei. Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke: Jausenstube Singerskogel, Gowilalm, Gasthaus Schrofler.

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Der Klassiker: Nationalpark Kalkalpen-Langfirst-Tour

Die Langfirst-Tour zählt zu den bekanntesten Mountainbike-Strecken der Region. Sie startet direkt im Zentrum von Windischgarsten. Insgesamt legt man stolze 31,1 Kilometer zurück und überwindet dabei 1.200 Höhenmeter. Die wunderschöne Biketour erfordert also einiges an Kondition. Sehenswerte Stationen auf der Strecke sind etwa die Großenalmstraße, auf der man einen atemberaubenden Blick in den Nationalpark genießen kann. Der höchste Punkt der Tour, die Dörflmoaralm bietet ebenfalls ein herrliches Panorama auf das Tote Gebirge. Mindestens vier Stunden Fahrzeit sollte man für die Langfirst-Tour auf jeden Fall einplanen. Entlang der Tour gibt es gleich sieben bewirtschaftete Almen und Hütten. Die Gelegenheit zum Durchschnaufen zahlt sich bestimmt aus. Fazit: ein wunderschöner Rundweg, der nicht nur geübten Bikern Spaß macht. Für Familienausflüge mit Kindern ist die Tour allerdings zu anstrengend und lange.

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Downhill am Wurbauerkogel

Auf der Downhillstrecke des Wurbauerkogels sind echte Teufelskerle unterwegs. Drei verschiedene Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden kann man hier mit dem Bike talwärts rasen. Helm und Schutzkleidung ist mehr als angebracht. Schließlich fährt man hier die knapp 1,5 Kilometer nicht nur über Wurzeln, sondern muss zahlreiche Steilkurven, Sprünge und Drops bewältigen. Nervenkitzel und eine ordentliche Ladung Adrenalin sind also vorprogrammiert. Auf den Gipfel geht es mit dem Sessellift, die Talstation befindet sich nur unweit vom Ortszentrum Windischgarsten. Hier bekommt man auch passende Ausrüstung und die nötigen Tipps von Vollprofis.

Weitere Infos zu Wander- und Radausflügen in der Region unter Dilly.at.

 

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