Naturpark Barnim

Naturpark Barnim

Der rund 750 Quadratkilometer große Naturpark Barnim ist das einzige gemeinsame Großschutzgebiet der Länder Brandenburg und Berlin. Rund 5,4 Prozent der Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Zwischen Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde  und Oranienburg liegt der Brandenburger Teil des Naturparks.

Vor allem die großflächigen Wälder und Forsten prägen das Landschaftsbild des Naturparks. Hinzu kommen zahlreiche Seen, Moore, fast unberührte Fließtäler und Ackersölle. Diese kleinen, oft mondrunden Gewässer sind Lebensraum für das Wappentier des Naturparks, die Rotbauchunke. In dieser abwechslungsreichen Landschaft liegen Orte, in denen Reste slawischer und deutscher Burgen von der Geschichte des Barnims, beeindruckende Feld- und Ziegelsteinbauten von alter Handwerkskunst, historische Wasserstraßen – wie der Finowkanal – vom wirtschaftlichen Auf und Ab der Gegend zeugen.

Naturbesonderheiten

Beliebtes Ausflugs- und Wanderziel ist der Naturpark vor allem wegen einer eiszeitlichen Hinterlassenschaft: Wasser. Die klaren (Bade-)Seen und romantischen Fließe sind bereits seit Ende des 19. Jh.s Besuchermagneten. In einigen Seen wird die als Delikatesse geschätzte Kleine Maräne gefischt. Mit etwas Glück lassen sich u. a. Eisvogel, Gebirgsstelze und, als Wintergast, die Wasseramsel ins Fernglasvisier nehmen. Beobachtungsglück braucht man auch für Fischotter und Biber. Die Spuren von Europas größtem Nager sind jedoch - u. a. am Langen Trödel (Finowkanal) - nicht zu übersehen. 

Bevor sich nach Ende der jüngsten Kaltzeit eine schützende Pflanzendecke bildete, wurde der freiliegende Sand zu Dünen aufgeweht. Im Süden des Naturparks in der Schönower Heide, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, blüht jetzt die lila Heide, die durch einen Rundweg mit Aussichtsturm für „Heidelustige“ erschlossen ist.

Charakteristisch für den Naturpark sind auch seine Wälder und Forsten, die über die Hälfte der Naturparkfläche bedecken. „Typisch Brandenburg“ dominiert die Kiefer. Auf einigen Standorten gibt es noch naturnahen Waldbestand: Buchenbestände am Liepnitzsee und in der Barnimer Heide, Eichenmischwald im Kreuzbruch, Erlenbrüche im Finow- und Briesetal.

 

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