Verreisen mit dem eigenen Rad: In- und Ausland sportlich erkunden

Wer im Urlaub dem Massentourismus entgehen und die Schönheit der Natur erleben möchte, kann dies auf einer sportlichen Reise mit dem Rad tun. Deutschland und das europäische Ausland bieten auf zahlreichen Touren viel Sehenswertes. Diese Art zu Reisen schont die Umwelt, ist flexibel und actionreich.



Ganz egal, wohin es geht: Eine Reise mit dem Rad sollte gut vorbereitet werden:

  • Die richtige Kleidung für jede mögliche Wetterlage sollte eingepackt werden.
  • Wichtig ist eine Reise-Apotheke, die mindestens ein Erste-Hilfe-Set (Pflaster, Verbände, Wundversorgung), am besten aber auch Impfpass, Sonnenschutz und ein Mittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen beinhaltet.
  • Im Vorfeld sollten Bremse, Schaltung und Licht noch einmal kontrolliert werden. Flickzeug und Ausrüstung für kleinere Reparaturen sind ebenfalls unerlässlich.
  • Es ist zudem empfehlenswert, nicht einfach drauflos zu radeln, sondern Unterkunft und Route sorgfältig zu organisieren. Zu den Etappenzielen sollten immer Alternativen bereitgestellt und Zug- oder Schiffstransfers fest eingeplant sein. Bei Online-Reiseanbietern können Radwanderer aber auch Pauschalangebote finden, die schon komplett mit Übernachtung und Transfer durchgeplant sind.
  • Es gibt sogar eine sogenannte „Mitradelzentrale“. Wer nicht allein reisen möchte, kann sich dort durch ein Inserat mit einer kurzen Tour- und Personenbeschreibung eine Begleitung suchen.

Beliebte Ziele im Inland

Es gibt zahlreiche Radrouten, mit denen Sie das ganze Bundesgebiet entdecken können; fernab von Massentourismus und Hektik. Besonders schön sind zum Beispiel:

  • Der Benedikt-Radweg: Diese Pilgerroute folgt über 250 km den biographischen Stationen des ehemaligen Papstes Joseph Ratzinger. Er beginnt und endet in Altötting und führt vorbei an prächtigen Klöstern und Kirchen.
  • Der Fünf-Flüsse-Radweg: Die 305 km lange Tour führt vorbei an Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl. Dementsprechend vielfältig sind die Naturimpressionen. Der Radweg ist auch für Eltern mit Kindern geeignet.
  • Der Schwarzwald Panorama-Radweg: Er bietet über 280 km einen beeindruckenden Blick auf den Schwarzwald sowie kulturelle Attraktionen wie das Schloss Bonndorf oder die historische Altstadt von Villingen. Die 300 Höhenmeter zwischen Enzklösterle und Seewald-Besenfeld können mit eigner Muskelkraft oder mit der Sommerbergbahn überwunden werden.

Wer möglichst viel von Deutschland sehen möchte und ausreichend Zeit mitbringt, kann eine der großen Rundtouren wählen. Die Transgermany Radtour führt ambitionierte Fahrradfahrer beispielsweise vom hohen Norden in Flensburg bis in den äußersten Süden nach Füssen. Die 1250 km lange Strecke zeigt das abwechslungsreiche Deutschland: Es geht durch dünn besiedelte und ländliche Regionen genauso wie durch sehenswerte Städte.


Beliebte Ziele im Ausland

Einige Radwege starten in Deutschland, verlaufen entlang von Flüssen, die ihren Ursprung im Ausland haben, und enden in einem der neun Nachbarstaaten der Bundesrepublik. Dazu zählen unter anderem der Rhein-, der Mosel- oder der Innradweg.



Urlauber können die Reise aber auch direkt im Ausland starten. Die Niederlande beispielsweise sind ein sehr fahrradfreundliches Land und verfügen über eines der besten Radwegenetze weltweit. Städte wie Rotterdam beeindrucken durch moderne Architektur und imposante Seehäfen. Außerdem können ruhige Landstriche mit mittelalterlichen Städten und farbenfrohen Obstgärten befahren werden. Zum Transport des Fahrrads an den Urlaubsort eignet sich ein Fahrradträger am Auto, mit dem Urlauber mobil und flexibel sind.

Ein weiteres Land, das sich für eine Radreise eignet, ist Irland. Dort gibt es riesige Schafherden und endlose Weiten unberührter Natur. Anziehend für Radtouristen sind die imposanten Küstenlandschaften, die ehemaligen Whisky-Distillerien sowie die kulturell vielfältige Hauptstadt Dublin.


Das Fahrrad im Flugzeug mitnehmen

Auf einer Entdeckungstour nach Irland oder in ein anderes Land, das nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist, kann am Zielort ein Rad geliehen oder das eigene Rad mitgebracht werden. Wer am liebsten sein Eigentum nutzt, sollte bei der Beförderung im Flugzeug verschiedenes beachten:

Im Vorfeld sollten die Gepäckbestimmungen der befördernden Fluggesellschaft sorgfältig durchgelesen werden. Bei einigen fallen Gebühren an, bei anderen zählt das Rad zum normalen Freigepäck. Das Rad sollte zum Schutz verpackt werden. Manche Airlines empfehlen zum Beispiel einen Karton, andere einen Hartschalenbehälter. Zudem kann sich eine Fahrradversicherung lohnen. Denn egal wie gut das Gepäckstück eingepackt ist, es kann im schlimmsten Fall zu einem Schaden oder zum Verlust des Rads kommen. Die Bedingungen der Versicherung sollten vor Reiseantritt abgeklärt werden. Eventuell kann das Gepäckstück zusätzlich in die Hausratversicherung integriert werden.