Schotte umrundet in 79 Tagen mit seinem Fahrrad die Welt

Der Schotte Mark Beaumont hat es fertig gebracht, die Welt in nur 79 Tagen mit seinem Fahrrad zu umrunden. Die exakte Dauer betrug für den 34-Jährigen dabei 78 Tage, 14 Stunden und 14 Minuten. Die gesamte Distanz, die der Extremsportler bei seinem waghalsigen Versuch zurückgelegt hat, lag bei 29.000 Kilometern, wobei Beaumont lediglich die Ozeane mit dem Flugzeug überquerte.


Fahrradhelm liegt auf der Straße
Mark Beaumont ist jetzt das mit seinem Fahrrad gelungen, was vor ihm noch niemand geschafft hatte. Bildquelle: Foryoui3 – 662283721 / Shutterstock.com


Tour führte unter anderem durch Russland bis nach China


Dem Schotten Mark Beaumont ist kürzlich das gelungen, wovon Menschen auf der ganzen Welt träumen: Eine Weltumrundung machen und die entlegensten Plätze der Erde sehen. Zugegeben, so wie Beaumont das Ganze mit dem Fahrrad in Rekordzeit zu tun, würden wohl nur die allerwenigsten Personen schaffen. Nicht ohne Grund kann sich manch einer so eine Weltumrundung sogar nur nach einem Lottogewinn vorstellen. Die Eckdaten des unglaublichen schottischen Trips sind jedenfalls mehr als beeindruckend:


  • 29.000 Kilometer Gesamtdistanz
  • Durchquerung von 16 Staaten
  • Drei Flüge über Ozeane
  • Gesamtzeit von 78 Tagen, 14 Stunden und 14 Minuten

  • An einem Montagabend erreichte der 34-jährige Beaumont schließlich sein Ziel in Paris und fuhr am Triumphbogen ein. Erschöpft und voller Euphorie zugleich zog er seinen Helm aus und konnte voller Freude wieder seine Familie mit Frau und zwei Kindern in die Arme schließen. Gleichzeitig anwesend war dabei auch eine Abgesandte des Guinness-Buchs der Rekorde, die die Urkunden direkt überreichte.


    Weltrekord forderte Mark Beaumont am Ende alles ab


    Der Triumphbogen in Paris erstrahlt in hellem Licht
    Der Triumphbogen in Paris markierte für Mark Beaumont das lang ersehnte Ziel seines Rekordversuchs. Bildquelle: Alexandra Lande – 534579931 / Shutterstock.com


    Im Ziel wirkte Beaumont so, als könne er selbst nicht glauben, was er da eigentlich geleistet hatte: „Was ich jetzt vor allem spüre, ist Erleichterung, völlige Erleichterung. Ich habe immerhin Jahre damit verbracht, mich darauf vorzubereiten.“ Gleichzeitig gab Beaumont den anwesenden Reportern zu verstehen, dass es aus seiner Sicht das Härteste war, was er je seinem Körper und seiner Psyche zugemutet hat. Besonders hart war für den Extremsportler der Schlafentzug, der sich unweigerlich einstellte:


  • Beaumont stand jeden Morgen um 3.30 Uhr auf
  • Damit kam er in jeder Nacht nur auf 5 Stunden Schlaf
  • Täglich verbrachte der Schotte dann 16 Stunden im Sattel

  • Um die körperlichen Strapazen einigermaßen abfedern zu können, nahm Beaumont täglich eine Menge von 8000 Kilokalorien zu sich, wobei ca. 2500 Kilokalorien als normal gelten. Dies erleichterte ihm die Fahrt durch Stürme, Hitze, Kälte und Frost enorm.


    Mehrere Stürze brachten den Erfolg oftmals in Gefahr


    Rennradfahrer fährt eine Straße entlang
    Der Weltrekord von Mark Beaumont war zwischenzeitlich durch mehrere Stürze in Gefahr geraten. Bildquelle: ARZTSAMUI – 166538645 / Shutterstock.com


    Was das Gelingen der gesamten Unternehmung zusätzlich gefährdete, waren drei schwere Stürze, die dem Schotten gehörig zu schaffen machten. Dabei war die jetzt geleistete Weltumrundung in Rekordzeit für den 34-Jährigen nicht einmal die erste, denn schon im Jahre 2008 hatte er dies vollbracht, brauchte damals allerdings 194 Tage. Bei dem aktuellen Trip wurde Beaumont vor allem von vielen Experten begleitet:


    Gruppe Aufgabe
    Manager Planung und Zielsetzung
    Mechaniker Wartung des Rades
    Ernährungsberater Überwachung der Ernährung
    Physiotherapeuten Rehabilitation und Unterstützung

    Wie wichtig permanente Unterstützung für Beaumont bei seinem Rekord war, verdeutlicht die Tatsache, dass er sich bereits am neunten Tag in Russland den Ellenbogen gebrochen hat und sich parallel dazu auch einen Zahn ausschlug. Trotzdem ließ er sich von seinem Vorhaben zu keinem Zeitpunkt abbringen und kommentierte das Ganze mit: „Man hat es eben nie geschafft, bis es geschafft ist.“ Jetzt ist man in ganz Schottland stolz auf den 34-Jährigen, der aus Edinburgh stammt. Ob er sich künftig an weitere Rekorde heranwagen wird, wollte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verkünden.


    Bildquellen:
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    ARZTSAMUI – 166538645 / Shutterstock.com