E-Bike Leasing als Alternative zum Kauf

In der letzten Zeit erfreuen sich die E-Bikes einer immer größer werdenden Beliebtheit. Dafür gibt es mehrere Gründe. Sehr viele Menschen möchte gerne mit einem Fahrrad fahren. Das Problem ist jedoch, dass es mitunter sehr anstrengend ist, Hügel und längere Steigungen hinauf zu fahren. Insbesondere bei etwas steileren Anstiegen nützen auch die 21 Gänge eines Mountainbikes nicht besonders viel. Wer beispielsweise vom Auto auf das Fahrrad umsteigen möchte, will nicht schon völlig erschöpft am Arbeitsplatz ankommen. In diesem Fall sind E-Bikes eine große Hilfe.



E-Bikes werde immer beliebter. Der neueste Trend: E-Bike Leasing (Cinestock / Razvan Chisu)


Bei einem E-Bike wird der Fahrradfahrer durch einen Elektromotor unterstützt. Der Elektromotor liefert eine Leistung von maximal 250 Watt. Mit einem Drehschalter am Lenkrad wählt der Radfahrer den Grad der Unterstützung. Je mehr Unterstützung der Fahrer benötigt, desto schneller ist allerdings der Akku entladen. Daher ist es immer von großer Bedeutung, ein geeignetes Maß zu finden. Zudem profitieren Personen mit einer aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkter Leistungsfähigkeit von der Unterstützung des Elektromotors. Trotz eines Handycaps hat dieser Personenkreis die Möglichkeit, sich in der freien Natur mit dem Fahrrad fortzubewegen. Fahrradfahren tut dem Körper gut und gleichzeitig wird die Natur genossen.


Gute E-Bikes sind sehr teuer


Mitunter werden in Baumärkten oder auch bei Discountern E-Bikes angeboten, die nur ein paar Hundert Euro kosten. Diese sind in den meisten Fällen qualitativ nicht besonders hochwertig. Viele günstige E-Bikes sind mit schwachen Motoren ausgestattet. Zudem sind Akkus mit einer geringen Kapazität vorhanden. Oftmals ist auch die gesamte Verarbeitung nicht zufriedenstellend und die Bremsen sind zu schwach.


Richtig gute und sichere E-Bikes kosten meistens um die 3000 Euro oder noch mehr. So viel Geld möchte jedoch nicht jeder ausgeben. Deshalb bieten einige Händler inzwischen auch das E-Bike Leasing an. Dadurch bekommt jeder Interessent die Möglichkeit, sich ein hochwertiges E-Bike anzuschaffen, ohne auf einen Schlag mehrere Tausend Euro zu bezahlen.


So läuft das E-Bike Leasing ab


Im Grunde genommen läuft das E-Bike Leasing genauso ab wie das Leasing bei einem Pkw. Mit dem Händler wird der Leasingvertrag für einen zuvor festgelegten Zeitraum abgeschlossen. In den meisten Fällen beträgt die Laufzeit der Leasingverträge 36 Monate. Nach dieser Zeit entscheidet der Leasingnehmer, ob er das E-Bike gegen Entrichtung eines zuvor festgelegten Schlussbetrags behält oder ob er es zurückgibt und sich ein neues E-Bike least. In dem Fall hat der Kunde die Möglichkeit, alle drei Jahre ein neues E-Bike zu bekommen. Innerhalb von drei Jahren treten meistens auch schon Veränderungen bezüglich der Technik auf. Dadurch kann stets ein E-Bike genutzt werden, das sich auf dem modernsten Stand der Technik befindet.


Es gibt aber inzwischen auch Anbieter, die das E-Bike Leasing für Selbstständige und Unternehmen offerieren. Dadurch können Unternehmen ihren Angestellten Dienst-E-Bikes zur Verfügung stellen. Für alle Beteiligten ist ein Dienst-E-Bike deutlich günstiger als ein Dienstwagen. Zudem gibt es bei einem Dienst-E-Bike keine Einschränkung bezüglich der Nutzung. Ein weiterer Vorteil besteht in der steuerlichen Absetzbarkeit. Auf diese Weise kommen Arbeitnehmer sehr günstig an ein neues E-Bike, das mit modernster Technik versehen ist.


Durch das E-Bike Leasing werden nicht nur hohe Anschaffungskosten gespart, sondern auch die Betriebskosten sind sehr gering. Als Faustregel gilt, dass bei einem E-Bike etwa acht bis zehn Cent an Stromkosten auf einer Strecke von 100 Kilometern anfallen.


Vorteile beim E-Bike Leasing


Wird alles richtig gemacht beim E-Bike Leasing, gibt es mehrere Vorteile. Dazu gehören unter anderem:


  • Niedrige monatliche Leasingraten
  • Keine Belastung der Liquidität
  • Geringe Betriebskosten
  • Stets die neuesten Modelle verfügbar


Einen Leasingvertrag abzuschließen ist insofern vorteilhaft, weil dadurch nicht die Liquidität des Leasingnehmers beeinträchtigt wird. Die Höhe der monatlichen Raten wird im Voraus festgelegt, sodass eine sehr gute Planungssicherheit besteht. Zudem stellen die meisten Anbieter verschiedene Modelle für das E-Bike Leasing zur Verfügung.


Woran ist ein seriöser Leasinganbieter erkennbar?


Da ein Leasingvertrag für ein E-Bike in der Regel über zwei bis drei Jahre läuft, ist es immer wichtig, einen seriösen Leasinganbieter zu finden. Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, einen Anbieter in der Nähe zu finden. Dort besteht die Möglichkeit, sich die E-Bikes näher anzusehen. Zudem bieten viele seriöse Anbieter auch Probefahrten an. Dadurch kann sich der Interessent dann für ein Modell entscheiden, mit dem er am besten zurechtkommt.


Bei den E-Bikes gibt es im Bereich des Antriebs einige Unterschiede. Es gibt Modelle mit Nabenmotoren für das Vorder- oder das Hinterrad. Es gibt aber auch einige E-Bikes, bei denen sich der Hilfsmotor direkt im Tretlager befindet. Welches Antriebskonzept infrage kommt, hängt immer von den persönlichen Vorlieben ab. Einige Menschen bevorzugen den Nabenmotor im Hinterrad, weil dadurch ein höheres Gewicht auf das Hinterrad wirkt. Andere wiederum kommen mit einem Motor im Tretlager besser zurecht, weil sich dann der Motor in der Mitte des E-Bikes befindet. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, sich vor der Anschaffung oder vor Abschluss des Leasingvertrags, selbst einen Eindruck zu verschaffen. Es wäre ungünstig, einen langfristigen Vertrag für ein E-Bike abzuschließen, das hinterher nicht genutzt wird.


Der Leasingvertrag sollte in einer klar verständlichen Form verfasst sein. Seriöse Anbieter verzichten auf unklare Formulierungen, die je nach Belieben ausgelegt werden können. Nur dann, wenn alle Punkte klar und verständlich aufgelistet sind, sollte der Leasingvertrag unterschrieben werden. In einem Leasingvertrag kann auch festgelegt werden, dass der Leasingnehmer nach dem Ablauf der Leasingzeit das E-Bike kaufen kann. In dem Fall geht es vollständig in den Besitz des Leasingnehmers über.


Wie sieht es mit Versicherungen aus?


Aus rein rechtlicher Sicht ist das E-Bike während der Leasinglaufzeit immer noch Eigentum des Anbieters. Dieser möchte sich natürlich auch in entsprechender Form absichern. Daher werden zu den Leasingverträgen meistens auch Versicherungen angeboten. Diese kommen für Diebstahl oder Unfallschäden auf. Stürzt beispielsweise der Fahrer mit einem geleasten E-Bike, bezahlt die Versicherung die Reparatur. Auch dann, wenn ihm das E-Bike gestohlen oder von anderen Menschen mutwillig beschädigt wurde, springt eine solche Versicherung ein. Dadurch ist der Leasingnehmer natürlich auch gut abgesichert. Es würde bei vielen Menschen den finanziellen Rahmen sprengen, wenn sie plötzlich für den Verlust eines teuren E-Bikes aufkommen müssten.


Beim Abschluss einer solchen Versicherung ist aber auch auf Details zu achten. In den meisten Fällen wird eine Eigenbeteiligung vereinbart. Das bedeutet, kleinere Schäden muss der Nutzer eines geleasten E-Bikes selbst bezahlen. Es kommt jedoch immer darauf an, in welcher Höhe eine Eigenbeteiligung vereinbart wird. Je geringer die Eigenbeteiligung ist, desto höher sind die Beiträge für die Versicherung.


Fazit


Das E-Bike Leasing eignet sich für jeden, der nicht mehrere Tausend Euro für ein neues und vor allem hochwertiges E-Bike auf einmal ausgeben möchte. Die monatlichen Leasingraten sind zumeist gering, sodass sie kaum ins Gewicht fallen. Am Ende der Laufzeit wählt der Leasingnehmer, ob er das E-Bike behalten möchte, oder ob er einen neuen Leasingvertrag für ein neues Modell abschließt. Auf diese Weise steht immer ein relativ neues und voll funktionstüchtiges E-Bike zur Verfügung. Bei hochwertigen Modellen ist in den ersten drei Jahren in der Regel nicht mit aufwendigen Reparaturen zu rechnen.