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Radfahren im Sächsischen Burgen- und Heideland

Radfahren im Sächsischen Burgen- und Heideland

Radfahren im Sächsischen Burgen- und Heideland

Die Ferienregion Sächsisches Burgen- und Heideland liegt im Städtedreieck Leipzig-Chemnitz-Dresden zwischen der Mittleren Elbe im Osten und der Leipziger Tieflandsbucht im Westen. Die Landschaft wird geprägt von hügeligen Waldgebieten, die von den tief eingeschnittenen Tälern der Freiberger und Zwickauer Mulde sowie der Zschopau durchzogen werden. Entlang der Flüsse stehen zahlreiche Burgen und Schlösser, weshalb der südliche, bergige Teil der Region als Sächsisches Burgenland bezeichnet wird. Bei dem Ort Sermuth vereinigen sich Freiberger und Zwickauer Mulde zur Mulde, die nach Norden durch das leicht wellige und dicht bewaldete Sächsische Heideland mit den Naturparks Dübener Heide, Dahlener Heide und Wermsdorfer Forst fließt. Die höchste Erhebung im Burgen- und Heideland bildet der Collmberg (313 m ü. NN) im Wermsdorfer Forst; die Höhenunterschiede von 50-70 m zwischen den Flusstälern und der Hochfläche machen einige Radtouren in der Region Sächsisches Burgen- und Heideland zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Die Radfernwege dagegen verlaufen überwiegend entlang der Flüsse; der Elberadweg, der Radweg Berlin-Leipzig und der Mulderadweg sind die bekanntesten Radfernwege durch die Wald- und Heidelandschaften.

Sächsisches Burgen- und Heideland – Radfahren zwischen Elbe und Mulde

Die Radwege im Sächsischen Burgen- und Heideland können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden. Leichte Radtouren für Familien und Genussradfahrer begleiten die Flüsse oder verlaufen auf ehemaligen Bahntrassen, während mittelschwere Routen über Berg und Tal zu Burgen und lohnenden Aussichtspunkten führen. Zu den Familientouren gehören u.a. der Muldentalbahn-Radweg (19 km), die Radroute Dahlener Heide (29 km) und die Eilenburger Schleife (8 km), etwas mehr Kondition verlangen der Torgische Radwanderweg (48 km) und die Leipzig-Elbe-Radroute (77 km). Die gut ausgeschilderten Radwege berühren immer wieder touristisch interessante Ziele, Sehenswürdigkeiten und kleine Dörfer; durch die gute Infrastruktur gibt es unterwegs auch zahlreiche Stationen für eine Ruhepause oder zum Übernachten. Viele Unterkünfte bieten Bett+Bike an und helfen den Radurlaubern mit Reparaturen oder Leihfahrrädern. Bei einer Radwoche in der Region Sächsisches Burgen- und Heideland ist der Mulderadweg (150-180 km) eine ideale Möglichkeit, um die unterschiedlichen Landschaften kennenzulernen. Die Pauschalangebote mit kurzen Tagesetappen und Gepäcktransfer machen das Radfahren im Muldental zu einem erlebnisreichen Radvergnügen.

Radtouren durch Wald und Heide

Neben der Dübener Heide mit einem Radwegenetz von 500 km Länge ist der Naturpark Wermsdorfer Forst ein beliebtes Radrevier im Muldental. Hier leben seltene Tierarten wie der Rote Milan oder der Kiebitz, die Themenwege führen zu kulturellen Sehenswürdigkeiten wie Hügelgräber, Burgruinen (u. a. Hayn, Osterland) und zur Kursächsischen Halbmeilensäule. Eine lohnende Tour ist die Döllnitztal-Radroute (31 km) von Wermsdorf nach Oschatz; konditionsstarke Radfahrer machen noch einen Abstecher auf den Collmberg, dessen Aussichtsturm einen Panoramablick vom Leipziger Völkerschlachtdenkmal bis zum Erzgebirge bietet. Die Schmalspurbahn „Wilder Robert“ (Döllnitzbahn) erleichtert das Radfahren auf dieser Route und nimmt müde Radfahrer gerne ein paar Kilometer mit. Einige Radfernwege haben Verbindungen zu dem zentral gelegenen Mulderadweg, der bei dem Dorf Gruna zwischen Eilenburg und Bad Düben die Mulde überquert. Mit einer Fähre gelangen die Radurlauber an das andere Ufer; vorher lohnt sich noch ein Besuch in der restaurierten Dorfkirche, die eine passende Bezeichnung trägt – „Radfahrerkirche Gruna“.

Radfernwege im Sächsischen Burgen- und Heideland

Tolle Radfernwege (Tourenbeschreibung, Höhenprofil, GPS-Track, Unterkünfte) im Sächsischen Burgen- und Heideland: Elbe-Radweg (D-Route 10)