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Weser-Radweg Etappe 3

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Auf dem Weser-Radweg durchs Münchhausen-Land

Während der aktuellen Tagesetappe des Weser-Radweges geht es über 36 Kilometer von Höxter über Holzminden und Bevern in die Rühler Schweiz – eine tolle Gelegenheit also, die abwechslungsreiche Landschaft zu genießen und sich von den interessanten Bauten evtl. auch zu tollen Fotoimpressionen inspirieren zu lassen.

Weser-Renaissance und andere Ausblicke

Die Stadt Höxter, in der die Etappe startet, hat eine Fläche von fast 160km². Doch wer sich die Altstadt einmal näher ansieht, vergisst schnell das großflächige „Drumherum“, denn Höxter ist überregional bekannt für seine imposanten Beispiele der Weser-Renaissance. Damit bezeichnet man den Baustil, der als regionale Variante aus der nordischen Renaissance hervorging und dessen Bezeichnung von Richard Klapheck, einem bedeutenden deutschen Kunsthistoriker, um 1912 geprägt wurde. Die St. Kiliani-Kirche (um 1100), die Marienkirche (1283) und das Küsterhaus (1565) sowie viele weitere Bauwerke stehen für die Weser-Renaissance. Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Höxter sind die Weinbergkapelle (1689), die Nikolaikirche und die Tonenburg.

Historische Bauten und märchenhafte Wesen

Radtourer, die von Höxter zur Tonenburg, einer Trutzburg in der Nähe von Albaxen, fahren, sollten sich gleich noch die Benediktinerabtei Corvey, die als Schloss Corvey bezeichnet wird, ansehen. Dieses Bauwerk gehörte zu den wichtigsten Klöstern der Karolingerzeit und wird heute als Museum und Veranstaltungsort für hochkarätige Events genutzt. Nach einer ausgiebigen Besichtigung geht die Tour entlang der Weser weiter und in die „Stadt der Düfte und Aromen“, nach Holzminden. Bei einem ganz besonderen Stadtrundgang entdeckt man Holzminden auf duftende Art, denn 18 Duftstelen interpretieren die Stadt völlig neu. Das nächste Highlight der Strecke präsentiert sich mit dem ehemaligen Wasserschloss Bevern, das ebenfalls der Weser-Renaissance zugeordnet wird. Die prachtvolle Vierflügelanlage verzaubert mit einem idyllischen Innenhof, in dem man gerne innehält, bevor man etwa bei Polle wieder mit der historischen Gierseilfähre auf die andere Fluss-Seite übersetzt. Da die Radtourer sich hier im märchenhaften Münchhausen-Land befinden, sollten sie noch auf Aschenputtels Fährten wandern, das auf der Burgruine Polle zuhause ist. Alljährlich finden hier auf einer Freilichtbühne wunderbare Aufführungen statt, die große und kleine Märchenfans in ihren Bann ziehen. Bis nach Rühle und ins Herz der Rühler Schweiz sind es nun nur noch wenige Kilometer.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 34.4 km Bergauf: 332 m Höchster Punkt: 143 m
  Höhenmeter: 65 m Bergab: 331 m Tiefster Punkt: 78 m