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Industriekultur im Rheinland per Rad Etappe 4

Industriekultur im Rheinland per Rad Etappe 4

Industriekultur im Rheinland per Rad – Etappe 4: Von Engelskirchen nach Bergisch-Gladbach

Von Engelskirchen geht es auf der Radroute „Industriekultur im Rheinland per Rad“ weiter Richtung Bergisch-Gladbach. Schloss Ehreshoven, auch bekannt als Stift Ehreshoven, sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Wasserschloss befindet sich im Ortsteil Ehreshoven, der zur Gemeinde Engelskirchen gehört. Erstmals erwähnt wurde der Besitz im Jahr 1355. Viele Jahrhunderte später vermachte die letzte Gräfin derer von Nesselrode das Anwesen der Rheinischen Ritterschaft als Damenstift; dieses existiert noch heute. Schloss Ehreshoven gilt als einer der prächtigsten Adelssitze des Bergischen Landes und wird als private Event-Location, als Filmset und für öffentliche Veranstaltungen genutzt.

Isländisches Intermezzo

Radtourer, die auf dem Weg nach Bergisch-Gladbach kleine drahtige Pferde beobachten möchten, unternehmen einen Abstecher zum Gestüt Styrmir Arnason. Hier werden die hübschen Islandpferde gezüchtet. Und vielleicht kann man sogar den schicken Pferden auf den Reitplätzen bei der Dressage zuschauen.

Von Bergbau und Papier

Zwei besondere Highlights hält Bergisch-Gladbach bereit. Das erste Highlight ist das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe. Es wurde 1928 als Heimatmuseum Bensberg gegründet, liefert Einblicke in den früheren Erzbergbau und demonstriert gleichzeitig das Leben und Arbeiten der Bevölkerung – besonders im 19. und 20. Jahrhundert. Regelmäßige handwerkliche Vorführungen und spezielle Aktionstage gehören außerdem zum Museumsangebot. Dazu zählt das Backen im alten Steinofen ebenso wie die Demonstrationen zur Herstellung und Verarbeitung von Leder. Das zweite Highlight ist die Papiermühle Alte Dombach. Das Gebäude-Ensemble, das Deutschlands größtes Papiermuseum in der einstigen Papiermühle beherbergt, schmiegt sich in eine grüne Tallandschaft, die von kleinen Bachläufen geprägt wird. In diesem idyllischen Ambiente werden all jene Arbeitsschritte dargestellt, die nötig sind, um am Ende das fertige Papier in Händen halten zu können – ein Produkt, das aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Dabei beeindruckt die ca. vierzig Meter lange und fünf Meter hohe Papiermaschine PM4, die noch aus dem Jahr 1889 stammt. Zahlreiche weitere Maschinen sowie ein Schaugarten befinden sich auf dem Außengelände. Wer wissen möchte, welche Pflanzen sich zur Papierherstellung eignen, sollte also direkt einen etwas intensiveren Blick in diesen Garten werfen. Das kleine Arbeiterwohnhaus nebenan zeigt das Leben einer Papiermacherfamilie im 19. Jahrhundert.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 29.6 km Bergauf: 341 m Höchster Punkt: 219 m
  Höhenmeter: 132 m Bergab: 353 m Tiefster Punkt: 87 m