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Industriekultur im Rheinland per Rad Etappe 1

Industriekultur im Rheinland per Rad Etappe 1

Industriekultur im Rheinland per Rad – Etappe 1: Von Oberhausen nach Ratingen

Die Route der „Industriekultur im Rheinland per Rad“ startet in Oberhausen an der St. Antony-Hütte., die als Geburtsstätte der Ruhrindustrie gilt. Bereits 1758 floss hier – und damit zum ersten Mal im Ruhrgebiet – das Roheisen. Ein ausgiebiger Besuch sollte eingeplant werden, denn das Museum erzählt von den Koryphäen der Schwerindustrie und zeichnet das Leben von Krupp und Jacobi, Wenge und Haniel nach. Der spätere Weltkonzern Gutehoffnungshütte hat hier seine Wurzeln und damit auch der MAN-Konzern, der vom Weltmarkt nicht wegzudenken ist. Der etwa 1000m² große Industriearchäologische Park zeigt die freigelegten Überreste des alten Hüttenwerks. Eine Führung bringt die Gäste zu den Ursprüngen der Stahl- und Eisenindustrie. Einen Besuch wert ist auch das Museum Eisenheim, die älteste Arbeitersiedlung der Region. Sie wurde im Jahr 1844 von der Hüttengewerkschaft gegründet. Im Jahr 1970 sollten die alten Gebäude abgerissen und durch moderne Wohneinheiten ersetzt werden. Das Aufbegehren der Bewohner verhinderte jedoch den Abriss – gut so, denn heute erzählt das Museum Geschichten der Industrie aus längst vergangenen Zeiten.

Oberhausen – Teil des weltgrößten Industriezentrums

Vorbei an Schloss Oberhausen und dem weithin sichtbaren Gasometer führt die Radroute zum LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg. Hier gingen Tag für Tag Männer wie Frauen „zur Maloche“ und trugen dazu bei, dass sich die Region in das größte Industriezentrum der Welt verwandeln konnte. Besucher lernen bei einem Rundgang die wechselvolle Industriegeschichte kennen und genießen hautnah den Anblick jener riesigen Aggregate, mit denen man früher Eisen und Stahl schmiedete und buchstäblich in Form brachte.

Das Highlight von Ratingen

Der Museumsbahnsteig am Hauptbahnhof Oberhausen ist ebenso einen kleinen Zwischenstopp wert wie Schloss Styrum, das Aquarius-Wassermuseum und der Broicher Wasserturm. Am LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford geht die Tagesetappe zu Ende. Die Textilfabrik Cromford besticht bereits auf den ersten Blick als herrschaftliches Anwesen, eingebettet in einen historischen englischen Landschaftspark. Die Baumwollspinnerei Cromford wurde 1783 von Johann Gottfried Brügelmann gegründet und ist damit die erste vollmechanische Baumwollspinnerei in Europa. Noch heute ist die Anlage fast vollständig erhalten und gibt so einen aufsehenerregenden Einblick in das Handwerk. Die Tore der Textilfabrik und des Herrenhauses stehen für Besucher offen.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 34.5 km Bergauf: 277 m Höchster Punkt: 105 m
  Höhenmeter: 76 m Bergab: 287 m Tiefster Punkt: 29 m