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Iller-Radweg Etappe 1

Iller-Radweg Etappe 1

Der zauberhafte Iller-Radweg startet in Oberstdorf

Der Iller-Radweg, der auch als Iller-Radwanderweg bekannt und ausgeschildert ist, verläuft auf der ersten Tagesetappe über etwa 46 Kilometer Richtung Norden und beginnt in Oberstdorf – dort, wo Trettach, Stillach und Breitach den Gebirgsfluss Iller bilden. Startpunkt ist der sog. Illerursprung, etwa 2 Kilometer nördlich der Oberstdorfer Innenstadt. Der Künstler Walter Kalot schuf hier mit einem Relief und einer stattlichen Bronze zwei eindrucksvolle Kunstwerke, die er „Geburt der Iller“ und „Illerursprung“ nannte. In der südlichsten Gemeinde Deutschlands sollte man sich noch ein wenig umsehen, bevor man den idyllischen Iller-Radweg in Angriff nimmt, denn der Kneippkur- und Wintersportort ist ein sehens- und erlebenswertes Refugium für all jene, die herrliche Bergpanoramen lieben, in der frischen Allgäuer Luft durchschnaufen und sich sportlich betätigen möchten. Wander- und Radwege führen durch Täler und über Höhenrouten, Kletterer sind begeistert von anspruchsvollen Bergwänden, und Drachenflieger gleiten über das imposante Panorama, das buchstäblich zu ihren Füßen liegt.

Entlang der Iller Richtung Norden

Über Fischen erreichen die Radwanderer Sonthofen, die man 2005 zur „Alpenstadt des Jahres“ kürte. Sie liegt am Alpennordrand und am Fuß des Kalvarienberges. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick vom Mittagberg auf die malerische Stadt zu werfen, bevor man Richtung Immenstadt weiterfährt. Hier beeindruckt die ehemalige Haupt- und Residenzstadt mit Burgruinen und Baudenkmälern aus unterschiedlichen Epochen: Dazu gehört etwa das Gebäude-Ensemble Marienplatz, das sich im Ortskern der Stadt befindet, die erstmals 1269 urkundlich erwähnt wurde. In der Adolph-Probst-Straße liegen die Villa Probst, die Friedhofskapelle aus dem Jahr 1619 und weitere historische Häuser.

Von Martinszell nach Kempten

Über Martinszell erreichen die Radwanderer die Gemeinde Waltenhofen, ein hübscher kleiner Ort, der zur Einkehr einlädt. Ganz in der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet „Rohrbachtobel im Wirlinger Forst“, ein etwa 14 Hektar großes Areal, das zum Schutz der außergewöhnlichen Steilhänge und der damit verbundenen Waldvegetation ausgewiesen wurde. Nach weiteren sieben Kilometern kommt bereits die Stadt Kempten in Sicht. Sie zählt zu den ältesten deutschen Städten und man kennt sie überregional auch als „Hauptstadt des Allgäus“. Die ehemalige Fürstabtei und Reichsstadt imponiert mit großartigen historischen Bauwerken wie der Residenz und der Basilika St. Lorenz.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 45.4 km Bergauf: 157 m Höchster Punkt: 810 m
  Höhenmeter: 146 m Bergab: 302 m Tiefster Punkt: 664 m