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Havelland-Radweg Etappe 2

Havelland-Radweg Etappe 2

Genussvoll Radeln von Paulinenaue nach Schollene auf dem Havelland-Radweg

Paulinenaue ist der Ausgangspunkt der zweiten Tagesetappe auf dem Havelland-Radweg. Radtourer, die Lust auf sehenswerte Bauten haben, unternehmen einen Spaziergang zum Paulinenauer Gutshof, der um 1833 entstand. Er besteht aus dem Herrenhaus, einem Speicher und Stallgebäuden. Eine Allee und ein Park runden das herrschaftliche Anwesen ab. Als man 1847 einen Eisenbahnhaltepunkt errichtete, gab es im Ort nur zehn Häuser. Rund um den Bahnhof entwickelte sich eine Art Eisenbahnkolonie. Heute steht das Empfangsgebäude mit seinen klassizistischen Architekturmerkmalen unter Denkmalschutz. Ein weiteres eindrucksvolles Herrenhaus finden die Radfahrer im nahen Pessin. Es entstand um 1419 und gilt als Frühform eines märkischen Gutshauses. Der Ort Senzke, am Rande des Havelländischen Luches, wartet ebenfalls mit einem hochherrschaftlichen Gebäude auf, dem Herrenhaus derer von Bredow, die 1335 Lehnsherren der Burg Friesack wurden. Neben dem Herrenhaus befindet sich das Fintelmannhaus, in dem Joachim Heinrich Fintelmann, Gärtner derer von Bredow, lebte.

Idyllische Naturlandschaften

Der Havelland-Radweg schlängelt sich durch die Niederungen des Havelländischen Luches, dem Zentrum des Havellandes, das von Torfmooren, Wiesen, Gräben und Kanälen geprägt wird. Schwarzerlen und Pappeln säumen die Wasseradern der malerischen Bruchlandschaft, von der große Teile sowohl als Naturschutzgebiet als auch als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen sind – insbesondere die Belziger Landschaftswiesen oder das Fiener Bruch. Zwischen Riesenbruch und Rodewalsches Luch führt der Havelland-Radweg über Stechow nach Rathenow. Die „Stadt der Optik“, die unmittelbar an der Havel liegt, ist unter anderem bekannt für das Rolfsche Fernrohr, dem einzigen Brachymedial-Fernrohr der Welt. Edwin Rolf baute es zwischen 1949 und 1953; mittlerweile kann man es im Rathenower Optikpark besichtigen. Eindrucksvoll ist auch das größte barocke Sandsteindenkmal von Norddeutschland, das zwischen 1736 und 1738 entstand und mit dem man den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm ehrt.

Von Rathenow nach Schollene

Nun können die Radtourer von Rathenow entlang der Havel fahren oder Schollene über Steckelsdorf und Grütz erreichen. In beiden Fällen genießen sie den Naturpark Westhavelland mit Feuchtwiesen und Erlenbruchwäldern, die zum Verweilen einladen. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt möglicherweise Fischotter, Biber und Greifvögel, bevor er den Erholungsort Schollene an der Havel mit dem gleichnamigen Schloss und damit das Ziel des Havelland-Radweges erreicht.

 

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 53.1 km Bergauf: 107 m Höchster Punkt: 66 m
  Höhenmeter: 40 m Bergab: 100 m Tiefster Punkt: 26 m