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Erft-Radweg

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Der Erft-Radweg 

Auf einer Strecke von rd. 110 km, verläuft der Erft-Radweg von der Quelle bei Nettersheim immer abwärts bis zur Mündung in den Rhein bei Neuss. Somit ist der Erft-Radweg eine ideale Radwegeverbindung von der Eifel bis an den Rhein. Der Erft-Radweg ist jedoch beliebig zu unterteilen, denn entlang des Weges befinden sich diverse Bahnhöfe, die als Etappenziele genutzt werden können. Die Besonderheit des Erft-Radwegs ist dabei, dass der Radfahrer fast durchgängig neben dem Fluss und unter topographisch sehr günstigen Bedingungen radeln kann. Dadurch, dass die Route sehr steigungsarm ist, eignet er sich besonders für ungeübte Radler und Familien. Der Erft-Radweg ist durchgängig mit dem Routenlogo ausgezeichnet und führt über befestigte, teils asphaltierte Radwege.

Erftquelle in Holzmülheim

Am Anfang der Radtour, an der Erftquelle in Holzmülheim, lädt ein schöner Platz mit Grillhütte zum Picknick ein. Dort können sich Interessierte auch zum Erftkadetten taufen lassen. Nach einer kurzen anfänglichen Steigung geht es ca. 15 km bergab. Das mittelalterliche Städtchen Bad Münstereifel lädt zu einem Rundgang ein. Danach führt der Radweg aus der Eifel heraus und führt durch einen Teil der Rheinischen Bucht – die wasserburgenreichste Region Deutschlands. Hier sollte ein Abstecher zum LVR-Industriemuseum Schauplatz Euskirchen, der ehemaligen "Tuchfabrik Müller" in Kuchenheim, eingeplant werden.

Der folgende Abschnitt führt durch die Erftauen. Wer den Abstecher über Kuchenheim wählte, folgt dem Erft-Mühlengraben zurück zur Erft - die Schilder der "Wasserburgen-Route" weisen den Weg. Zwischen Weilerswist und Bergheim wartet die Erft erneut mit einem burgenreichen Abschnitt auf, allerdings muss dafür die begradigte Erft ein paar Mal verlassen werden.  Ein 15 km langer Abstecher zu den UNESCO-Welterbeschlössern Augustusburg und Falkenlust in Brühl führt an Seen vorbei, durch das waldreiche Gebiet des Naturparks Rheinland. Motorsportfreunde sollten im Bereich rund um Kerpen für einen Besuch des Michael-Schumacher Kart & Eventcenters ausreichend Zeit einplanen.

Brasserie mit Biergarten

In Bergheim angelangt erwartet den Radler im Schloss Paffendorf nicht nur eine Brasserie mit Biergarten, sondern auch das RWE-Informationszentrum mit einer Ausstellung zum Rheinischen Braunkohlenrevier. Wer nach der Theorie auch den Blick in eines der größten, von Menschenhand geschaffenen Löcher dieser Erde werfen will, der wählt - nach einem Besuch von Schloss Bedburg - den Weg vom mittelalterlichen Alt-Kaster aus zum Aussichtspunkt in den Tagebau Garzweiler-Süd. Von Bedburg aus folgt der Weg immer neben der Erft, am Kraftwerk Frimmersdorf vorbei, ins Naherholungsgebiet von Grevenbroich. Mit dem etwas abseits gelegenen Schloss Dyck, dem Museum Insel Hombroich und dem Clemens-Sels-Museum ist auf dieser letzten Etappe - vor der Mündung der Erft in den Rhein - Kultur angesagt. Der landschaftlich äußerst schöne Weg entlang der Erft bietet einen 7 km langen Abzweig über Kloster Langwaden und Schloss Hülchrath.

Kurz gesagt, der Erft-Radweg durchquert die wasserburgenreichste Region Deutschlands und führt entlang steinerner Zeugen der Römerzeit, wehrhafter Stadtbefestigungen, an über 40 mächtigen Burgen und prunkvollen Schlössern aus den Glanzzeiten des rheinischen Adels, bis hin zu eindrucksvollen Zeugnissen der modernen Kunst und Technik. Auf dem gesamten Routenverlauf laden die fahrradfreundliche Gastronomie und Hotellerie zum Verweilen und zahlreiche Freizeiteinrichtungen zu einem Abstecher ein. Eine Tour, wie sie abwechslungsreicher kaum sein kann. 

Wegemanagement, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks

Der Erft-Radweg ist in 8 (Tages) Etappen eingeteilt, kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Fahrtrichtung. Alle Etappen mit Wegbeschreibung, Streckenverlauf, Höhenprofil und kostenlosen GPS-Tracks in den Formaten *.gpx (Garmin) und *.kml (Google Earth) sowie Unterkünfte entlang der Route. Viel Spass beim radeln auf dem Erft-Radweg.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 109.7 km Bergauf: 284 m Höchster Punkt: 418 m
  Höhenmeter: 384 m Bergab: 667 m Tiefster Punkt: 34 m