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Bodensee-Königssee-Radweg Etappe 3

Bodensee-Königssee-Radweg Etappe 3

Royales und Erhabenes am Bodensee-Königssee-Radweg

Wer gerne prächtige Königsschlösser besucht, sollte an dieser Stelle des Bodensee-Königssee-Radweges mehr Zeit einplanen, denn unweit von Schwangau ragt das Märchenschloss Neuschwanstein empor. Schloss Hohenschwangau bildet das trutzige Pendant zum eleganten Baumeisterwerk, das als Vorlage für das berühmte Cinderella-Schloss diente. Schloss Neuschwanstein ist damit das bekannteste der sog. „Ludwig-Schlösser“, zu denen auch Herrenchiemsee und Linderhof gehören. Schloss Neuschwanstein wurde im Auftrag von König Ludwig II. um 1872 errichtet und befindet sich heute im Besitz des Freistaats Bayern. Das direkt gegenüberliegende Schloss Hohenschwangau, dessen Vorgänger um 1090 urkundlich erwähnt wurde, kam in der Zeit zwischen 1537 und 1547 zu neuer Blüte, als Johann Paumgartner im Auftrag von Kaiser Karl V. das Schloss umbauen ließ.

Von Schwangau Richtung Osten

Nach ausführlichen Schlossbesichtigungen, einem Rundgang durch das idyllische Schwangau und einer Spazierfahrt am Forggensee geht es weiter Richtung Bannwaldsee und nach Trauchgau. Damit befinden sich die Radtourer im größten Naturschutzgebiet von Bayern, durch das auch der Allgäu-Radweg führt. Die Königsstraße geleitet die Radfahrer durch fast unbändige Natur, über Flüsse und an Seen entlang. Saulgrub und Bad Kohlgrub gehören zu den Ortschaften, die zum Verweilen einladen. Wer sich für einen längeren Abstecher etwas Zeit nehmen möchte, biegt vor Bad Kohlgrub Richtung Süden ab und erreicht Unterammergau und anschließend Oberammergau, den bekannten Ort der alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele. Hier könnte man den „Herrgottschnitzern“ einen Besuch abstatten oder die „Lüftlmalereien“ an den hübschen Häusern bewundern, etwa am Pilatushaus, am Mußldomahaus oder dem Forsthaus.

Luftkurorte für das Wohlbefinden

Am Kochelsee geht es weiter auf dem Bodensee-Königssee-Radweg Richtung Nordosten. Die Radtourer lernen Benediktbeuern mit dem gleichnamigen Kloster sowie den Ort Bad Heilbrunn kennen. Letzterer ist seit 2005 heilklimatischer Kurort und liegt eingebettet zwischen Loisach und Isar sowie umgeben von den Städten Penzberg und Bad Tölz. Schon den Kelten war der Ort wegen der Heilquellen bekannt, die die Hunnen später verschütteten. Erst im 8. Jh. entdeckte man die Jodquellen erneut, und etwa dreihundert Jahre später wurde Bad Heilbrunn erstmals erwähnt. Die Region um das heutige Bad Tölz, das am Isarwinkel liegt, wurde um 550 besiedelt und stellt das Ziel dieser schönen Tagesetappe dar.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 93.1 km Bergauf: 849 m Höchster Punkt: 934 m
  Höhenmeter: 338 m Bergab: 996 m Tiefster Punkt: 596 m