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BahnRadweg Hessen

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Es ist doch so, genussvolles Radeln macht immer dort besonderen Spaß, wo man ohne größeren Pedaleinsatz rollen kann! Und wo könnte man besser „rollen“ als auf stillgelegten Bahntrassen? Das dachte man sich auch in Hessen. Die Idee, so weit es geht, auf ehemaligen Bahntrassen bequem durch Hessische Mittelgebirge zu radeln, ist nun Wirklichkeit geworden. Wer will kann ab Hanau (Tipp: ab der Mainmetropole Frankfurt auf dem Mainradweg bis Hanau radeln) erst am Rande des Spessart durch das Kinzigtal und dann zum Hohen Vogelsberg fahren. Alternativ – und so beschreibt es dieser Tourenguide - geht es zunächst durch die Kulturlandschaft der Wetterau zum Vulkanradweg. Ab Frankfurts Norden gibt es einen schönen, teils historischen Zubringer (Hohe Straße ab Frankfurt-Bergen). Durch die flache Wetterau und auf der Trasse der ehemaligen Vogelsbergbahn ist man im Handumdrehen über Gedern in Hartmannshain am Scheitelpunkt im Vogelsberg, wo sich die Alternativrouten treffen. Lauterbach, Schlitz, das Tal der Fulda und schon erhebt sich der Dom der Bischofsstadt Fulda vor den Augen.

Hinein in die Rhön!

Bis Hilders folgt die neue Route der alten Eisenbahnlinie Fulda-Melpers, unter Radkennern besser als Milseburgradweg bekannt, dank des einzigartigen 1,173 km langen Milseburgtunnels. Tunnelfeeling at its best! Auf alten Bahnlinien geht es weiter. Nun ist die Ulstertalbahn durch das gleichnamige Tal die Radvorlage, sie verband Wüstensachsen mit Vacha an der Werra. Nicht genug, ab Buttlar bis Wenigentaft nutzt das neue hessische Radwege-Highlight die Trasse der alten Oechsenbahn. Die Region an den Landesgrenzen von Hessen und Thüringen ist früher wie heute geprägt vom Kalisalzbergbau. „Land der weißen Berge“, raunen Bewohner wie Besucher. Von Philippsthal zur Fulda in Bad Hersfeld folgt der BahnRadweg teilweise der Hersfelder Kreisbahn und dem ausgebauten Solztalradweg. Bad Hersfeld ist der nördlichste Punkt der Radrundreise auf stillgelegten Bahntrassen. Ab hier folgt die Route der Knüllgebirgsbahn. Einige originale Trassen werden sogar als Radweg genutzt. Entlang des Weges spielt die Fulda bis zum Abzweig Richtung Schlitz den natürlich-animierenden Begleiter. Sie wird den Erwartungen gerecht, soviel sei versprochen.

Die Passage über Schlitz und Lauterbach bis zum Scheitelpunkt der Vulkanradroute nutzt man zwar schon auf der Hinreise, aber die Perspektiven sind völlig anders. Dort wo der Vulkanradweg seinen höchsten Punkt erreicht, bei Hartmannshain, zweigt linkerhand die Südbahn-Radroute (omen est nomen) ab. Freuen Sie sich auf kleine Buckel, rasende Abfahrten und viele Aus- und Einblicke. Wenn die Ausläufer des Spessarts im schönen Kinzigtal  erreicht sind, werden wir zum Begleiter einer noch gut frequentierten Bahnlinie. Unser Ziel ist Gelnhausen, die bekannte  Barbarossastadt, und endlich an der Mündung der Kinzig in den Main, das umtriebige Hanau. 400 km reichlich entspannte Radkilometer.

Wegemanagement, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks

Die BahnRadweg Hessen ist in 8 Etappen eingeteilt, kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Fahrtrichtung. Alle Etappen mit Tourenbeschreibung, Höhenprofil und kostenlosen GPS-Tracks in den Formaten *.gpx (Garmin) und *.kml (Google Earth) sowie Unterkünfte entlang der Route. Viel Spass beim radeln auf der BahnRadweg Hessen.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 391.1 km Bergauf: 2973 m Höchster Punkt: 645 m
  Höhenmeter: 547 m Bergab: 2971 m Tiefster Punkt: 98 m