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Albtäler-Radweg Etappe 2

Albtäler-Radweg Etappe 2

Auf historischer Spurensuche über den Albtäler-Radweg

In der Stadt Herbrechtingen startet die zweite Etappe des facettenreichen Albtäler-Radweges. Während die Gegend bereits zu Zeiten der Römer besiedelt war, erwähnte man erstmals offiziell im Jahr 774 den Ort. Kloster Herbrechtingen, eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, stammt aus dieser Zeit. Während der Vortag buchstäblich im Zeichen der „Urzeit“ stand, sind es heute die Quelle der Eyb und ihr faszinierendes Tal, die den Weg Richtung Westen und ins etwa 50 Kilometer entfernte Deggingen säumen. Und auch das Heldenfinger Kliff zählt zu den Highlights dieser Etappe. Hier erstreckt sich der fossile Strand jenes Meeres, das vor ungefähr 15 Millionen Jahren mit stetiger Brandung gegen die Felsen prallte. Radtourer, die sich auch über die ungewöhnliche Korallenfauna informieren möchten, statten dem Riffmuseum in Gerstetten noch einen Besuch ab, bevor sie ihre Tour auf dem Albtäler-Radweg fortsetzen.

Der Albtäler-Radweg führt nach Deggingen

Von Waldhausen führt der Albtäler-Radweg durch den Zillerforst nach Steinenkirch. Hinter der Ruine Ravenstein kommt bei Böhmenkirch die Straußenfarm Lindenhof ins Blickfeld, und der Radweg führt weiter zur Quelle der Eyb im Roggental. Hier liegen die 18 Meter lange Eybquellenhöhle und die 8 Meter lange Harthöhle, beide gelten als Naturdenkmäler. Geislingen an der Steige ist als Fünftälerstadt bekannt, denn sie liegt in jener Region, die aus fünf Flusstälern entstand, nämlich denen der unteren und oberen Fils, der Rohrach, Eyb und des Längentalbaches. Mit dem „Alten Bau“ steht in Geislingen eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands: Es hat imposante acht Stockwerke und wurde 1445 als Kornspeicher errichtet. Heute beherbergt es das Heimatmuseum und ist ein bedeutender Veranstaltungsort regionaler Kunstausstellungen. Weitere Fachwerkbauten zieren die Hauptstraße und den hinteren Bereich der Altstadt. Sie stammen aus dem Spätmittelalter und beeindrucken mit ihrer prächtigen Fassade. Radtourer, die eine atemberaubende Fernsicht genießen möchten, blicken von den Geislinger Gemeinden Stötten und Aufhausen bis zu den Alpen. Bei klarem Wetter liegen auf diese Weise mindestens sechs Dreitausender im Blickfeld. Vor dem Tagesetappenziel Deggingen erreichen die Radwanderer Bad Überkingen. Das Heilbad an der Schwäbischen Albstraße ist bekannt für seinen Kurpark, den Wasserkaskaden und dem Quellentempel sowie für die Naturschutzgebiete Autal, Hausener Wand und Dalisberg in unmittelbarer Nähe.

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 61.4 km Bergauf: 892 m Höchster Punkt: 682 m
  Höhenmeter: 268 m Bergab: 828 m Tiefster Punkt: 414 m