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Radfernweg

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Thüringer Städtekette Etappe 6

Thüringer Städtekette Etappe 6

Thüringer Städtekette – Etappe 6: Von Gera nach Altenburg

Im Tal der Weißen Elster, einem Saale-Zufluss, liegt die Stadt Gera. Unternehmen Sie einen Rundgang durch den mittelalterlichen Stadtkern. Hier befinden sich das 1576 eingeweihte Rathaus, die historische Stadtapotheke und der Simsonbrunnen im Barockstil. Bedeutende sakrale Bauten sind die Johanniskirche, die Salvatorkirche sowie die Trinitatiskirche. Auf dem Hainberg liegen der ehemalige Bergfried (12. Jh.) sowie Teile der Wirtschaftsgebäude von Schloss Osterstein. Mit dem Tierpark Gera präsentiert die Stadt den größten Waldzoo von Ostthüringen und einen der größten zoologischen Gärten des Landes. Besuchen Sie die Orangerie, ein imposantes Barockbauwerk, das zwischen 1729 und 1732 entstand. Im Westen der Stadt befindet sich überdies mit dem Stadtwald die größte zusammenhängende Waldfläche aller Städte Thüringens.

Radvergnügen zwischen Gera und Altenburg

Kurz hinter Gera erreichen Sie den Naturlehrpfad Gera-Süd sowie den BuGa-Park Ronneburg mit dem Erlebnisbergwerk. Sie fahren nach Posterstein mit der gleichnamigen Burg, schönen Fachwerkgebäuden und idyllischen Vierkanthöfen. Bei Nöbdenitz steht die „1000-jährige Eiche“, die wohl älteste Stieleiche Europas. Die Stadt Schmölln im Altenburger Land wurde im 19. Jahrhundert durch die Knopfherstellung bekannt. Zunächst produzierte man Perlmuttknöpfe. Plötzlich entdeckte Valentin Donath die Früchte der Steinnusspalmen als perfekte Grundlage für neue Knopfideen. Werfen Sie einen Blick in das örtliche Knopfmuseum und damit einen Blick in die interessante Historie der Stadt. Über Saara, Selleris und Mockern erreichen Sie die ehemalige Residenzstadt Altenburg. Sie ist das Ziel auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette. In der mehr als 1000 Jahre alten Stadt wurde 1810 das Skatspiel erfunden. Nehmen Sie sich noch ein bisschen Zeit, um Schloss Altenburg zu besichtigen und die historische Innenstadt zu entdecken. Wandeln Sie auf den Spuren der Reformation oder genießen Sie eine Aufführung im Landestheater, das 1871 mit der Aufführung „Der Freischütz“ eingeweiht wurde.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 43.1 km Bergauf: 433 m Höchster Punkt: 311 m
  Höhenmeter: 135 m Bergab: 442 m Tiefster Punkt: 176 m


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Thüringer Städtekette Etappe 5

Thüringer Städtekette Etappe 5

Thüringer Städtekette – Etappe 5: Von Jena nach Gera

Die Universitätsstadt Jena ist Tagesetappen-Start auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette. Seit 2016 gilt sie als „Reformationsstadt Europas“ und ist bekannt als „Jena. Lichtstadt.“ sowie als „Stadt der Wissenschaft“. Besuchen sie das Romantikerhaus, das Optische Museum oder das Schott GlasMuseum. Auf dem Markt erinnert der Hanfried an den Gründer der Universität, und bei Schloss Thalstein steht - im Gedenken an Goethes Erlkönig - das Erlkönigdenkmal. Bekannt ist Jena für die „Sieben Wunder“, die man schon im 17. Jahrhundert bewarb, etwa für den Drachen, den Kopf des Schnapphans und den Fuchsturm.

Entlang des Radweges

Über Rutha und Lassdorf erreichen Sie Stadtroda im Thüringer Holzland. Die Kleinstadt liegt an der Roda, einem Saale-Nebenfluss. Über Schloss Stadtroda berichtete man bereits um 1500. Nach einem Brand wurde es zwischen 1663 und 1734 wieder aufgebaut. In Hermsdorf haben Sie Gelegenheit, sich den Gasthof zum Schwarzen Bären anzusehen, der bereits 1646 gebaut wurde. Die St.-Salvator-Kirche gründet auf ihrer Vorgängerkirche aus dem Jahr 1150. Anschließend erreichen Sie den idyllischen Kurort Bad Klosterlausnitz mit seinem Wahrzeichen: Die im Jahr 1180 geweihte Klosterkirche wurde in ihrer jetzigen Form zwischen 1863 und 1866 wieder aufgebaut. Über Weißenborn gelangen Sie ins Eisenberger Mühltal. Die wald- und wasserreiche Gegend präsentiert sich mit zahlreichen gut erhaltenen Mühlen. An der Robertsmühle eröffnete man 2007 den Miniaturenpark mit Mühlenmodellen aus der Zeit um 1900. Zur Gemeinde Hartmannsdorf gehört das gleichnamige Wasserschloss, das sich aus einer Lehnsburg und anschließend aus einem Rittergut (1452) entwickelte. Vom 1295 erbauten Rittergut Caaschwitz ist heute noch die Gutskirche erhalten. Imposante Doppelemporen, eine verglaste Herrschaftsempore sowie Kanzel und Flügelaltar (15. Jh.) zählen zu den Highlights dieses sakralen Bauwerkes. Kurz vor Gera erreichen Sie Bad Köstritz mit seinen schönen Fachwerkbauten, dem zum Teil noch erhaltenen Schloss, der Roggenmühle und dem eindrucksvollen Rosarium. Die „Hochschulstadt“ Gera ist das Tagesetappenziel auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 57.9 km Bergauf: 762 m Höchster Punkt: 328 m
  Höhenmeter: 186 m Bergab: 722 m Tiefster Punkt: 142 m


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Thüringer Städtekette Etappe 4

Thüringer Städtekette Etappe 4

Thüringer Städtekette – Etappe 4: Von Weimar nach Jena

Die Stadt Weimar ist heute Startpunkt auf der vierten Tagesetappe der Thüringer Städtekette. Wer kurz vorher noch einen Spaziergang einplanen möchte, sollte den Park an der Ilm mit seinem bekannten Ochsenauge besuchen. Dabei handelt es sich um eine der Leutraquellen. Zusammen mit der Sphinx-Grotte gehört sie zum 1786 erbauten Ensemble einer künstlich gefassten Karstquelle. Für weitere historische Entdeckungen empfehlen sich das Liszt-Haus, das Goethe-Wohnhaus mit Nationalmuseum oder das Neue Museum Weimar, in dem zeitgenössische Kunst präsentiert wird.

Der Weg ist das Ziel – facettenreiche Impressionen auf dem Weg nach Jena

Den Ort Mellingen erreichen Sie nach wenigen Kilometern, er wurde 1137 als Meldingen erwähnt. Knapp 500 Jahre später erhielt er das Marktrecht. Interessant im Ort sind die Malzdarre, die Alte Schule und die Alte Villa. Etwas außerhalb befindet sich die mittelalterliche Burg, ehemals Sitz der Herren von Mellingen. Auch die Gemeinde Lehnstedt erwartet Sie mit Sehenswertem. Dazu zählt die Magdalenenkirche, deren ältesten Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen. Auf einer Hochebene liegt die Gemeinde Großschwabenhausen, die erstmals 815 als „Suabehusen“ erwähnt wurde. Von hier haben Sie einen schönen Ausblick auf die Anhöhen des Saaletals. Unternehmen Sie einen kleinen Abstecher zur im Wald liegenden Sternwarte, die zur Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört. Hin und wieder haben Besucher nämlich die Gelegenheit, beim "Tag der Offenen Türe“ die Sternwarte zu besichtigen. Vorbei an Remderoda gelangen Sie ins Mühltal und von dort zur ehemaligen Papiermühle Jena mit der eindrucksvollen Sommerlinde, die als Naturdenkmal gilt. Jena, die deutsche Universitätsstadt, erstreckt sich zwischen den Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte und ist das heutige Ziel auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 23.1 km Bergauf: 167 m Höchster Punkt: 326 m
  Höhenmeter: 180 m Bergab: 241 m Tiefster Punkt: 146 m


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Thüringer Städtekette Etappe 3

Thüringer Städtekette Etappe 3

Thüringer Städtekette – Etappe 3: Von Erfurt nach Weimar

Bei der dritten Tagesetappe auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette bilden erneut zwei eindrucksvolle Städte den Rahmen für die interessante Route. In der thüringischen Landeshauptstadt startet sie. Erfurt liegt im weiten Tal der Gera, das zum hügeligen Thüringer Becken gehört. Weithin sichtbar ragen die Zinnen der Severikirche und des Erfurter Doms in die Höhe. Mehr als 50 Stadtteile bilden ein Kaleidoskop, das Sie beeindrucken wird, wenn Sie sich für Sehenswürdigkeiten, historische Impressionen und modernes Flair interessieren. Am Brühler Garten befinden sich noch Überreste der inneren Stadtmauer, die im 11. Jahrhundert entstand. Beim Collegium Maius handelt es sich um den ehemaligen Sitz der bereits 1392 gegründeten Universität. An der Universität Erfurt studierte auch Martin Luther von 1501 bis 1505. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus, die Krämerbrücke und die Zitadelle Petersberg. Nehmen Sie sich ebenfalls Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch den historischen, mittelalterlichen Stadtkern, denn er gehört zu den besterhaltenen und größten seiner Art in Deutschland.

Die Route von Erfurt nach Weimar

Von Erfurt geht es auf dem Radweg Thüringer Städtekette weiter Richtung Osten. Dabei radeln Sie durch eine Gegend, die zu den ältesten Siedlungsgebieten der Region gehört. Dazu zählen Azmannsdorf und Vieselbach sowie Niederzimmern. Aus Hopfgarten stammt das thüringische Adelsgeschlecht der Herren von Hopffgarten, dessen Stammbaum sich bis ins Jahr 1262 verfolgen lässt.

Weimar – eindrucksvoller Treffpunkt von Kunst, Kultur und historischem Erbe

Die Stadt Weimar markiert den Endpunkt der heutigen Radtour. Sie erstreckt sich entlang des Ilm-Bogens und ist weltbekannt für ihr kulturelles Erbe. Dazu zählen etwa die Traditionen der Weimarer Klassik, die von Gropius 1919 gegründete Kunstschule, das Staatliche Bauhaus, sowie jenes Erbe von Bach, Liszt, Strauss, Nietzsche und vielen anderen Persönlichkeiten. Im Jahr 1998 erklärte die UNESCO deshalb das „klassische Weimar“ zum Weltkulturerbe.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 24.9 km Bergauf: 194 m Höchster Punkt: 281 m
  Höhenmeter: 90 m Bergab: 170 m Tiefster Punkt: 191 m


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Thüringer Städtekette Etappe 2

Thüringer Städtekette Etappe 2

Thüringer Städtekette – Etappe 2: Von Gotha nach Erfurt

Die zweite Tagesetappe auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette beginnt in der ehemaligen Residenzstadt Gotha. Die bisher ältesten Siedlungsfunde stammen aus der Zeit um 5500 v. Chr., erstmals erwähnt wurde Gotha allerdings im Jahr 775 in einer von Karl dem Großen ausgestellten Urkunde. Ein Spaziergang durch die Stadt lässt die vielfältige Historie aufleben, dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um die stattlichen Denkmäler handelt oder um Bauwerke wie Schloss Friedenstein, das Haus der Versicherungsgeschichte, das Herzogliche Museum oder der stattliche Marstall. Unternehmen Sie noch einen Spaziergang durch den Schlosspark Gotha, der mit seinen 37 Hektar zu den größten Parkanlagen Deutschlands zählt, bevor Sie Ihre Radtour nach Erfurt beginnen.

Der Radweg durch die Historie

Sie befinden sich im sogenannten Alten Gothaer Land und erreichen zunächst die Gemeinde Günthersleben-Wechmar. Sie gilt als das westliche Tor zum Thüringer Burgenland Die Drei Gleichen. Damit bezeichnet man sowohl die drei Berge als auch die Burgensembles Burg Gleichen, Mühlburg und die Veste Wachsenburg. Letztere errichtete man zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert. Heute handelt es sich bei Burg Gleichen und der Mühlburg um gut erhaltene Ruinenanlagen, während die Wachsenburg überregional als Hotel und Restaurant bekannt ist. Nur wenige Kilometer südwestlich liegt Neudietendorf, das Sie sowohl mit hochherrschaftlichen Gebäuden wie der Krüger-Villa oder dem Haus des Wohlfahrtsverbandes überrascht, als auch mit den beiden Mahlmühlen Bergmühle und Untermühle, die bereits seit dem Mittelalter bestehen. In Möbisburg-Rhoda, das bereits zu Erfurt zählt, können Sie sich die Töpfermühle anschauen, deren Grundmauern im Jahr 1587 von Andreas Prems errichtet wurden. Die Landeshauptstadt von Thüringen, Erfurt, ist das Ziel der zweiten Tagesetappen auf den Radfernweg Thüringer Städtekette.


Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 39 km Bergauf: 158 m Höchster Punkt: 334 m
  Höhenmeter: 139 m Bergab: 259 m Tiefster Punkt: 195 m