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Pilgerroute (D-Route 7) Etappe 13

Pilgerroute (D-Route 7) Etappe 13

Faszinierende Pilgerroute: von Euskirchen nach Aachen

Bei der letzten Etappe der Pilgerroute (D-Route 7) fahren die Radtourer durch die idyllische Eifellandschaft nach Aachen. Die Reise startet in Euskirchen, das 1302 die Stadtrechte erhielt. Heute bilden drei Wehrtürme (z.B. der „Dicke Turm“) sowie Teile der ehemaligen Stadtmauer einen schönen Kontrast zur teilweise modernen Architektur. Da es mehrere Seelsorgebereiche in Euskirchen gibt, erheben sich zahlreiche Kirchengebäude über die Stadt – etwa Herz Jesu und St. Martin in der Innenstadt. Letztere entstand Ende des 12. Jahrhunderts auf den Grundmauern der ersten Kirche (um 800). Im Turm, dessen Spitze aufgrund des Erdbebens von 1951 leicht schief steht, hängt ein kostbares, aus acht Glocken bestehendes Geläut. Ebenfalls sehenswert im Stadtgebiet sind das Stadt- und das Industriemuseum sowie die zwölf Wasserburgen, die man im Rahmen der „Euskirchener Burgenrunde“ (etwa 45 Kilometer) entdecken kann. Sehr interessant ist die Römische Wasserleitung, die von Kreuzweingarten, einem Euskirchener Ortsteil, nach Köln führt. Sie ist Teil des wohl längsten Aquädukts nördlich der Alpen. Bereits im Jahr 80 n. Chr. wurde dieses aus Naturstein errichtet und funktionierte allein durch das angelegte Gefälle.

Impressionen der Nordeifel

Von Euskirchen aus begleitet die Landschaft der Nordeifel die Radtourer auf ihrem Weg nach Aachen. Sie lernen bei Kommern das Freilichtmuseum und den Wildpark kennen, besuchen mit Mechernich (seit 1302) eine ehemalige Bergbaustadt und fahren von dort über Glehn und Hergarten nach Heimbach. Der Ort unterhalb der Rurtalsperre bietet als zweitkleinste Gemeinde von Nordrhein-Westfalen Sehenswürdigkeiten wie Burg Hengebach oder das im Jugendstil erbaute Kraftwerk. Außerdem ist Heimbach mit dem Trappistenkloster Mariawald und den Kirchen St. Salvator und St. Clemens als Wallfahrtsort bekannt. Die Pilgerroute schlängelt sich durch das Tal der Rur nach Nideggen. Dort thront die gleichnamige Burg weithin sichtbar auf einem Hügel. Am Stausee Obermaubach entlang und via Vicht, Breinig und Dorff erreichen die Radtourer schließlich die Domstadt Aachen. In dieser beeindruckenden Stadt, die auf Wurzeln aus der Jungsteinzeit zurückblickt, endet die sehr facettenreiche Pilgerroute vor dem atemberaubend imposanten Dom zu Aachen. Die Geschichte des aus mehreren Teilbauten bestehenden Kaiserdoms begann mit der Grundsteinlegung um 795. Seitdem ist er Ziel von Besuchern und Pilgern aus aller Welt.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 89 km Bergauf: 1329 m Höchster Punkt: 422 m
  Höhenmeter: 255 m Bergab: 1332 m Tiefster Punkt: 167 m