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Pilgerroute (D-Route 7) Etappe 10

Pilgerroute (D-Route 7) Etappe 10

Die Pilgerroute führt vom südlichen Münsterland ins Ruhrgebiet

Radtourer, die die Pilgerroute für ein oder zwei Tage unterbrechen möchten, fahren von Dorsten aus nach Osten oder Westen entlang der Römer-Lippe-Route (früher bekannt als Römerroute). Diese zieht sich von Xanten nach Detmold und folgt der ehemaligen Heerstraße (12 v. Chr. bis 16 n. Chr.). Die Pilgerroute allerdings führt weiter Richtung Südwesten und damit in das Ruhrgebiet. Zuvor könnte man allerdings noch einen weiteren Rundgang durch Dorsten unternehmen. Zwar wurden viele Gebäude kriegsbedingt schwer beschädigt oder gar zerstört, doch sind das restaurierte Franziskanerkloster St. Anna oder das im Jahr 1699 gegründete und nach dem Krieg neu aufgebaute Ursulinenkloster nicht minder sehenswert. In Lembeck steht die Karmelkapelle, und auch Schloss Lembeck bietet einen großartigen Anblick.

Wo Natur und Sehenswertes eine Einheit bilden

Auf der Pilgerroute (D-Route 7) fahren die Radtourer weiter nach Wesel und durch das Naturschutzgebiet „Lippeaue Damm-Bricht“. Hier leben mehr als 90 Vogelarten und seltene Amphibien. Viele Wanderer und Radfahrer sprechen vom „Garten Eden“, denn die Region ist bekannt für die malerischen Altarme der Lippe, beschauliche Tümpel und all jene Spuren, die die Eiszeit hinterlassen hat. Feldgehölze und Hecken prägen die bäuerliche Kulturlandschaft genauso wie die historischen Baumbestände oder jene Wiesen, auf denen die Heidschnucken weiden. In der Hansestadt Wesel erwarten die Radtourer das prachtvolle gotische Rathaus, das Lutherhaus, das bekannte Clever-Tor-Fries (1700) und nicht zuletzt der Willibrordi-Dom. Dieser entstand zwischen 1498 und 1540 im Stil einer gotischen Basilika und besteht aus fünf Kirchenschiffen. Im Dom findet man den „Weseler Altar“, die Heresbach-Kapelle und eine Orgel mit 56 Registern. Am Rhein entlangfahrend erreichen die Radtourer die Stadt Rheinberg mit der Pfarrkirche St. Peter, die bereits 1106 erstmals erwähnt wurde. Ein fünfgeschossiger Turm krönt gewissermaßen die Kirche, während innen ein aus mehreren Schreinen bestehender Hochaltar ein außergewöhnliches Kunstwerk aus der Zeit zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert darstellt, ebenso wie die barocke Kanzel aus dem Jahr 1701. Die Stadt Duisburg ist schließlich Tagesetappenziel auf der Pilgerroute. Sie gehört zur Metropolregion Rhein-Ruhr und ist berühmt für den größten Binnenhafen der Welt. Außerdem ist sie einer der wichtigen Ankerpunkte auf der „Route der Industriekultur“.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 63.8 km Bergauf: 96 m Höchster Punkt: 50 m
  Höhenmeter: 34 m Bergab: 98 m Tiefster Punkt: 16 m