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Elbe-Radweg (D-Route 10) Etappe 10

Elbe-Radweg D-Route 10 Etappe 10

Auf dem Elbe-Radweg durch die Natur

Von der Dom- und Hansestadt Havelberg geht es bei dieser Etappe Richtung Nordwesten ins etwa 40 Kilometer entfernte Wittenberge. Dabei kann man sich immer wieder kurzfristig entscheiden, ob die Reise durch Brandenburg oder Sachsen-Anhalt fortgesetzt werden soll, denn hinter Werben verläuft die Landesgrenze wieder mitten durch den Fluss. Viele Möglichkeiten bieten sich also auch heute wieder den Radtourern, die an der Havel entlang Richtung Norden und dann weiter an der Elbe entlang fahren können. Oder sie nutzen den Elbe-Havel-Verbindungskanal und setzen die Tour am Westufer der Elbe fort.

Von kleinsten Städten …

Sehenswert ist die Hansestadt Werben, die man, wie Sandau, zu den kleinsten Städten Deutschlands zählt. Stattlich anzusehen sind die Salzkirche mit dem legendären Storchennest oder das eindrucksvolle Fachwerkhaus, das den Marktplatz ziert. Wer nördlich der Elbe entlang und durch Brandenburg fährt, trifft auf den sog. Gnevsdorfer Vorfluter, einen etwa 11 Kilometer langen Kanal, der als künstlicher Havelabfluss errichtet wurde und zum Hochwasserschutzsystem an der Elbe gehört. Weiter westlich liegt das Naturschutzgebiet „Elbdeichvorland“ zwischen Elbe und Kanal. Auf der anderen Seite erreichen die Radtourer die Gemeinde Altmärkische Wische und das Dorf Neukirchen mit seiner Backsteinkirche im frühgotischen Stil aus dem 13. Jahrhundert. Als Wische bezeichnet man hier das ursprüngliche Überflutungsgebiet der Elbe. Nordwestlich von Neukirchen findet man daher auch kleine Weiher und Seen, etwa „Weißer und Schwarzer Wehl“ und den See „Haken“.

… zu bevölkerungsreichsten Orten

Natur pur gibt es im weiteren Verlauf des Elbe-Radweges, denn nun schließt sich am Ostufer das 53.000 Hektar große Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg an, das unter dem Schutz der UNESCO steht. Im Westen sind es die „Aland-Elbe-Niederung“ und die „Elbaue Beuster-Wahrenberg“, in deren Mitte die kleine Gemeinde Beuster liegt. Von hier aus fährt man an der Elbe entlang und erreicht den Ort Losenrade, der erstmals im Jahr 1259 urkundlich erwähnt wurde. Fast genau gegenüber und am Nordufer der Elbe befindet sich das brandenburgische Wittenberge. Dabei handelt es sich um den bevölkerungsreichsten Ort in der historischen Region Prignitz. Wittenberge ist bekannt für die alljährlich stattfindenden Elblandfestspiele und machte sich schon früh einen Namen als Standort eines Nähmaschinen- und Eisenbahnreparaturwerkes.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 29.1 km Bergauf: 6 m Höchster Punkt: 25 m
  Höhenmeter: 5 m Bergab: 10 m Tiefster Punkt: 20 m