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Donau-Radweg (D-Route 6) Etappe 3

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Wasser satt: Am Rhein entlang zum Bodensee auf der D-Route 6

Heute warten einige Highlights auf die Radtourer, denn die prächtige Stadt Schaffhausen möchte entdeckt werden, und Rheinfall und Bodensee präsentieren eindrucksvolle Naturimpressionen. So kommt es den Genussradlern zugute, dass die Tagesetappe lediglich etwa 45 Kilometer beträgt, vorausgesetzt, man folgt dem Rhein bis zum Bodensee und fährt anschließend an dessen Ufer weiter nach Radolfzell.

Schaffhausen und der Rheinfall

Bereits vor 15.000 Jahren siedelte man auf dem heutigen Stadtgebiet. Die ausgezeichnete Lage am Rhein war schon früh eine gute Basis für den Handel; heute ist Schaffhausen im gleichnamigen Kanton ein bekanntes Ausflugsziel für Gäste aus aller Welt. Für Besichtigungen kann man sich viel Zeit nehmen, denn zur fast 42km² großen Stadt gehören die Festung Munot, eine zauberhafte Altstadt, das Kloster Allerheiligen und zahlreiche sehenswerte Plätze. Nur etwa vier Kilometer südlich von Schaffhausen befindet sich der größte Wasserfall Europas. Zwar ist der isländische „Dettifoss“ doppelt so hoch, jedoch nur halb so wasserreich wie der Rheinfall, der mit einer Breite von 150 Metern und einer Höhe von 23 Metern seinen Besuchern imponiert. Hier stürzen durchschnittlich pro Sekunde etwa 373 Kubikmeter Wasser in die Tiefe und sorgen für unvergessliche Augenblicke.

Der Bodensee lockt

Etwa 20 Kilometer östlich von Schaffhausen liegt Stein am Rhein – und unmittelbar am Auslauf einer der bekanntesten Wasserstraßen der Welt aus dem Bodensee. Wer den Rhein einmal aus einer anderen Perspektive betrachten möchte, nutzt die vielen Ausflugsboote für eine gemütliche Schiffstour. Den Ort selbst schmücken mittelalterliche Bauten mit großartigen Fassadenmalereien, und in den kleinen Gässchen locken gemütliche Gasthöfe und Restaurants mit leckeren Speisen und Getränken – perfekt für den mittäglichen Zwischenstopp, bevor es am Bodensee entlang nach Radolfzell weitergeht. Nimmt man die Uferroute, radelt man am etwa 62km² großen Untersee vorbei, der eine Einheit von Zeller See, Markelfinger Winkel, Rheinsee und Gnadensee bildet. Bald schon erreicht man die Halbinsel Höri, auf der sich immer schon viele Künstler niederließen, um Inspiration und Muße für ihre Arbeit zu finden, dazu gehörten etwa Walter Kaesbach und Hermann Hesse. Einen schönen Ausblick bietet „die Höri“ auf Reichenau und Mettnau sowie Radolfzell, das Ziel der heutigen Tagesetappe.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 43.7 km Bergauf: 441 m Höchster Punkt: 477 m
  Höhenmeter: 88 m Bergab: 501 m Tiefster Punkt: 389 m