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Donau-Radweg (D-Route 6) Etappe 10

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Sehenswertes auf dem Donau-Radweg nach Kelheim: Historie – Landschaften – Städte

In der Donau-Metropole Ingolstadt startet die heutige Etappe des Donau-Radweges, die in das knapp 48 Kilometer entfernte Kelheim führt. Zwar ist Ingolstadt ein überregional bekanntes Zentrum für die Autoindustrie, doch schmückt sich die Stadt auch gleichzeitig noch mit jener Atmosphäre, die Gäste zu schätzen wissen, wenn sie auf der Suche nach einer wunderbar historischen Umgebung sind. Daher wird sich ein weiterer Spaziergang durch die schöne Altstadt oder den großartigen Auwald lohnen, bevor die Radtourer Richtung Kelheim aufbrechen. Außerdem durchfließt die Donau auf etwa 14 Kilometern die Stadt – ebenfalls Grund genug, am Ufer zu sitzen und die Ruhe zu genießen.

Durch die Hallertau

Vorbei an kleineren Ortschaften führt der Radweg Richtung Nordosten, und bald schon kommt Vohburg in Sicht. Vohburg an der Donau wird auch als Vierflüssestadt bezeichnet und schmückt sich mit einer hübschen Altstadt an der Grenze zur Hallertau. Damit ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt gemeint, das sich über etwa 2.400km² erstreckt. Schon seit dem 8. Jahrhundert ist der Hopfenanbau urkundlich belegt; heute veranstaltet man regelmäßig Volksfeste in der Region, um die erfolgreiche Ernte zu feiern, etwa mit dem „Fest der Hallertau“ in Abensberg, einem der ältesten Märkte in Bayern. Etwa 15 Kilometer von Vohburg entfernt liegt Neustadt an den Hängen der Fränkischen Alb. Hier münden die Flüsse Abens und Ilm in die Donau. Der historische Stadtkern ist noch gut erhalten, und sehenswert sind auch der Krebsturm, Rundturm und Lugausturm. Das Naherholungsgebiet Mauerner See bietet in den Sommermonaten viel Platz für einen Sprung ins kühle Nass oder geruhsame Stunden am Strand.

Von Römern und Neanderthalern – der Weg entlang der Donau

Auf dem Weg in das etwa 21 Kilometer entfernte Kelheim fällt die Wahl schwer, an welchem Donau-Ufer man entlangfahren soll. Kurz vor Kelheim befindet sich die Benediktinerabtei Weltenburg unmittelbar am Donaudurchbruch. Kloster Weltenburg entstand um etwa 617 auf den Grundmauern einer römischen Militärstation und gilt als das älteste bayrische Kloster; die eindrucksvolle Donauschleife schenkt dem prächtigen Bauwerk den passenden Rahmen. Nun ist der Weg nicht mehr weit nach Kelheim, dessen Besiedelung mindestens auf die Zeit der Neanderthaler zurückzuführen ist.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 50 km Bergauf: 327 m Höchster Punkt: 471 m
  Höhenmeter: 133 m Bergab: 351 m Tiefster Punkt: 338 m